Viele Elektrogeräte verbrauchen selbst dann Strom, wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind – im sogenannten Standby- oder Ruhe-Zustand. Für Millionen Haushalte bedeutet das unnötige Kosten, für die Umwelt tonnenweise vermeidbares CO₂. Damit ist jetzt Schluss: Seit dem 9. Mai 2025 gelten in der gesamten EU neue Grenzwerte für den Stromverbrauch in diesem Betriebszustand.
Ein Großteil des Stromverbrauchs im Haushalt geschieht unbemerkt. Viele Geräte ziehen permanent Energie, ohne dass es den Nutzer:innen bewusst ist. Genau hier setzt die neue Verordnung an: „Oft wissen wir gar nicht, wie viel Strom Geräte im Standby wirklich ziehen. Deshalb beenden wir das heimliche Stromfressen – mit klaren Regeln statt leerer Appelle“, sagt Jens Geier. Zulässig ist nun ein maximaler Stromverbrauch im Standby von 0,5 Watt, bei Geräten mit Display höchstens 0,8 Watt. Ab 2027 sinken diese Werte nochmals. Zum ersten Mal betroffen sind nicht nur Fernseher, Waschmaschinen und Ladegeräte – sondern auch Router, smarte Lautsprecher, Jalousien und andere vernetzte Geräte, die dauerhaft am Strom hängen.
Ziel der Reform ist es, europaweit rund 4 Terawattstunden Strom pro Jahr einzusparen – das entspricht fast dem Doppelten von Maltas jährlichem Stromverbrauch. Doch die neuen Regeln reduzieren nicht nur CO₂-Ausstoß – sie sparen privaten Haushalten zusammen auch rund 530 Mio. Euro an Stromkosten. Für Verbraucher:innen bringt die neue Richtlinie damit nicht nur mehr Transparenz, sondern auch echte Entlastung: „Wenn Strom teuer ist, zählt jeder eingesparte Euro. Die neue Regelung ist nicht nur ein effektives klimapolitisches Instrument, sondern eine spürbare Erleichterung für Millionen von Verbraucher:innen“, sagt Jens.
Für neue Geräte gelten die Regeln seit dem 9. Mai 2025. Für bestehende Modelle gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren. Ab 2027 müssen dann alle Neugeräte die verschärften Grenzwerte einhalten. „Diese Maßnahme allein spart so viel – so sieht Klimapolitik aus, die wirklich funktioniert!“, freut sich Jens.



